Richtig heizen im Winter Winterlandschaft
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18. Dezember 2017 11:30 Uhr

Richtig heizen im Winter – Was sollten Sie beachten? 🏡

Richtig heizen im Winter ist eine Kür – Sie kommen aus dem Büro, haben einen harten Arbeitstag hinter sich, aber müssen sich noch durch nasskalten Sprühregen nach Hause kämpfen. In der alten U-Bahn ist es auch nicht sonderlich warm, zudem ist sie voll bis obenhin. Sind Sie dann also endlich zuhause angekommen, soll es bitte schön warm und gemütlich sein. Heizungen an, Tee aufsetzen, mit einer Decke auf die Couch und ein Buch lesen. Oder etwas anderes, was Sie gern mögen. Angesichts der Wärme sind wir jedenfalls bei unserem Thema angekommen. Richtig heizen im Winter ist eine Disziplin für sich. Denn wer es einerseits warm haben und andererseits nicht die Heizrechnung hochtreiben möchte, hat einige Dinge zu beachten.

Heizung durchlaufen lassen oder immer wieder neu einstellen?

Das ist die Frage, die den meisten Mietern und Eigentümern auf der Zunge liegt, wenn die kalte Jahreszeit anbricht und vor allem die Nächte frostig werden. Wenn Sie die Heizung bei Anwesenheit höher drehen und nachts sowie bei Abwesenheit runter regeln, muss das doch kosteneffizient sein? Oder ist es genau das nicht, weil die Aufwärmphase nach dem Wieder-Hochdrehen zu viel Energie verbraucht? Möchten Sie im Winter wirklich richtig heizen, dann sollten Sie beachten, dass sich die Frage nicht pauschal beantworten lässt und dass die Antwort von mehreren Faktoren abhängig ist. Die Höhe der Heizkosten wird nämlich dadurch bestimmt, was für eine Heizung installiert ist und wie stark sie aufgedreht werden muss, um ein bestimmtes Temperaturniveau zu erreichen und zu halten. Außerdem spielt die Beschaffenheit der Immobilie, also die Dämmwirkung von Fassade, Dach und Fenstern, eine wichtige Rolle, sowie der Versorger-Tarif. Das vertiefen wir nun etwas und erarbeiten uns einen Idealfall.

Richtig heizen im Winter Heizung aufdrehen

Bild: Richtig heizen im Winter durch beständiges Durchlaufen oder abwechselndes Regeln der Heizung? Nachfolgend erklären wir, dass es beim richtigen Heizen im Winter noch auf viel mehr ankommt.

Erster Effizienzfaktor – Heizungsart und Immobilie

Ganz sicher haben Sie schon einmal von dem Begriff „Energiesparhaus“ gehört. Ob eine Immobilie zu dieser Sorte gehört oder nicht, wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Insbesondere dadurch, wie viel Energie die eingebaute Heizung bis zum Erreichen des gewünschten Temperaturniveaus braucht und wie viel Wärme anschließend nach draußen verloren geht – wie stark die Heizung also „bollern muss“, um das Temperaturniveau zu halten. Nun hat nicht jeder ein Energiesparhaus, aber die Heizungsart und die Dämmwirkung der Immobilie sind die wichtigste Grundlage, wenn es darum geht, im Winter richtig heizen zu können.

Schon beim Einzug sollten Sie einen Blick auf den Energieausweis achten. Aus ihm können Sie ableiten, wie hoch die Energiekosten im Winter sein werden. Vor allem nicht sanierte Altbauhäuser sind ein Energiekiller. Dank oft unzureichenden Dämmungen heizt man mehr für draußen als für drinnen.  Welche Heizungssysteme heutzutage besonders effizient sind, lesen Sie hier. Und was die Sanierung von Gebäuden hin zu energieeffizienten Immobilien angeht, bieten wir bald selbst alles an, was Sie brauchen.

Zweiter Effizienzfaktor – Temperaturniveaus

Kommen wir nun zu der ursprünglichen Einstiegsfrage, wie man selbst also im Winter richtig heizen kann. Hier geht es um Temperaturniveaus und darum, ob also eine stetige Stufe 3 bei der Heizung oder ein Wechseln zwischen Stufe 2 nachts und bei Abwesenheit, sowie Stufe 3-4 bei Anwesenheit sinnvoller ist. Das können wir in drei kurzen Stichpunkten zusammenfassen:

  • Wenn Ihre Immobilie sehr gut gedämmt und die Heizung so effizient ist, dass bereits auf niedriger Stufe ein angenehmes Temperaturniveau erreicht werden kann, können Sie die Heizung ruhig durchlaufen lassen
  • Wenn Ihre Immobilie nur mittelmäßig gedämmt ist und die Heizung grundsätzlich höher gestellt sein muss, um ein angenehmes Temperaturniveau zu erreichen, dann sollten Sie bei Anwesenheit eine höhere Stufe einstellen, sowie nachts und bei Abwesenheit mindestens eine Stufe runtergehen
  • Auch wenn die Heizkosten durch hohen Wärmeverlust dank schlechter Dämmung steigen, sollten Sie sie nicht komplett abdrehen, wenn Sie nicht zuhause sind, denn das Wiederaufheizen wird dann zum Kostenfaktor

Dritter Effizienzfaktor – Versorger-Tarif

Beim dritten Effizienzfaktor halten wir uns etwas kürzer. Denn nicht jeder hat Einfluss darauf, welcher Versorgungsanbieter für Wärme in der Wohnung oder im Haus sorgt. Sofern Sie den Einfluss aber haben, sollten Sie einen Tarifvergleich durchführen. So finden Sie heraus, ob das Heizen in Kooperation mit anderen Anbietern vielleicht grundsätzlich günstiger ausfallen kann. Oftmals können Sie mehrere hundert Euro im Jahr sparen und werden je nach Anbieter zudem mit Prämien belohnt.

Richtig heizen im Winter vermeidet auch Schimmel

Gehen wir zum Schluss noch auf die im Winter recht ausgeprägte Schimmelgefahr ein. Denn meinen Sie es mit dem Reduzieren der Heizkosten zu gut und kühlen Sie die Wohnung nachts und bei Abwesenheit zu sehr herunter, können die Wände feucht werden, was wiederum zu Schimmel führen kann. Die Wände werden dann zunehmend kälter und die Feuchtigkeit der Wohnungsluft kondensiert an ihnen. Schon ein Stoßlüften von wenigen Minuten täglich kann das vermeiden. Also sollten Sie im Winter nicht nur richtig heizen, sondern auch richtig lüften. Dazu schreiben wir bald noch einen extrahierten Artikel. Also bleiben Sie dran, beachten Sie unsere Tipps und machen Sie es sich zuhause gemütlich 🙂