Immobilienmakler Immobilie verkaufen
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22. November 2017 10:28 Uhr

Wohin werden die Immobilienpreise noch gehen?

Wer sich heute eine Immobilie kaufen möchte, hat unbestritten mit hohen Kosten zu tun. Seit der Finanzkrise 2008 sind die Immobilienpreise insbesondere in den fünf größten Städten Deutschlands um bis zu 65 Prozent angestiegen. Das hat eine Auswertung der Deutschen Bundesbank ergeben. In den 127 größten Städten sprechen wir von einem Preisanstieg von rund 50 Prozent. Das deutschlandweite Mittel außerhalb der Ballungsräume liegt bei 25 Prozent. Sämtliche Kurven steigen so extrem, dass es nicht so aussieht, als würden sie in absehbarer Zeit einen Gipfel erreichen. Daher also die berechtigte Frage: Wohin werden die Immobilienpreise noch gehen?

Warum sind die Immobilienpreise so extrem gestiegen?

Den Beginn der heftigen Preisentwicklung markiert die Finanzkrise von 2008. Doch nicht die Finanzkrise als solches ist auch für den Preisanstieg verantwortlich, sondern die seither gegenwärtige und von den Medien gepushte Inflationspanik. Die Krise sorgte dafür, dass Verbraucher aus Unsicherheit ihr Geld bei sich ließen. In Wirklichkeit hat nie eine Inflationsgefahr bestanden. Sie war lediglich das rationale Mittel, um die Menschen zum Handeln zu bewegen und ihr Geld wieder auszugeben und zu investieren. Die Verbraucher investierten das Geld zunehmend in sichere und dennoch lukrative Geldanlagen und das sind spätestens seit Einführung der extremen Niedrigzinspolitik in ganz Europa ausschließlich Immobilien. Sogenanntes Betongold. Jetzt haben wir es mit einer Massenbewegung zu tun. Je weiter die Preise steigen, desto mehr Menschen wollen in Verbindung mit der hohen Wohnraumnachfrage mit profitieren. Eine Blase, die sich von selbst immer weiter aufbläst.

Was passiert, wenn diese Blase platzt?

Um es also kurz und bündig zusammenzufassen: Menschen kaufen Immobilien am laufenden Band und die Nachfrage ist enorm, dadurch können die Preise unaufhaltsam immer höher steigen. Das, was Menschen an Profit auskosten können, kosten sie auch aus. Und sie werden immer weiter versuchen, noch mehr rauszuholen. Aber irgendwann verliert jede Blase ihre Stabilität. Denken wir mal ganz konkret an eine Seifenblase. Kleine Blasen fliegen gemütlich durch die Luft und platzen erst, wenn sie irgendwo aufschlagen. Große Blasen sind dagegen schon an sich instabil und platzen teilweise allein durch ihre Eigenbewegung in der Luft. Mit so einer großen Blase haben wir es aktuell zutun.

Sie wird platzen, sobald sich die Käufer die Immobilien nicht mehr leisten können. Wie weit wir dabei schon sind, zeigt die nachfolgende Infografik von Immobilienscout24. Wenn wir an dem Platzpunkt ankommen, dann stehen massive Probleme ins Haus. Erinnern wir uns zurück an die Finanzkrise von 2008 – diese wurde durch eine extreme Immobilienblase in Amerika ausgelöst und hat im Endeffekt die gesamte Weltwirtschaft ins Schwanken gebracht. Das kann wieder passieren.

Städtevergleich Finanzierung

Bild: Infografik, welche Berufsgruppen sich in welcher Stadt noch eine Immobilie leisten können.
Herausgeber: Immobilienscout24

Wie sieht’s mit einem Blick in die Zukunft aus?

Grundsätzlich kann niemand genau sagen, wohin die Immobilienpreise noch steigen werden oder ob sie irgendwann sogar in einem gemäßigten Tempo wieder runter gehen. Es bleibt abzuwarten, was passiert. Alles, was man selbst tun kann, ist die Lage zunächst so hinzunehmen und selbst keine spekulativen Immobiliendeals durchzuführen. Ein Eigenheim zu bauen oder zu kaufen, stellt kein Problem dar. Aber vermeintlich lukrative Großinvestitionen in Immobilien sind genau unser Problem und sollten vermieden werden.